Aktuelle Nachrichten

Anmeldung zum Kommunionkurs 2017/18
03.09.2017 - Anmeldung zur Kommunionvorbereitung vom 04.-15.09.2017
Nächste Firmung: Sommer 2018
10.07.2017 - Der nächste Firmkurs beginnt am 30. September 2017.
Zusätzliche Messe
23.08.2017 - Zusätzliche Messe ab September

Gottesdienste

Mittwoch, 20. September 2017
Schulgottesdienst der 3. Klassen der Gemeinschaftsgrundschule Birk
Abendmesse
Donnerstag, 21. September 2017
Abendmesse
Freitag, 22. September 2017
Wortgottesdienst für die KiTa Neuhonrath
Abendmesse

Sankt Johannes Lohmar

Kirchstr. 20
53797 Lohmar

Koordinaaten: N 50° 50′ 26″ O 7° 12′ 22″  |  50.840556 7.206111

OSM-Karte

 

Die römisch-katholische Pfarrkirche St. Johannes Ent­hauptung ist ein unter Denkmalschutz stehendes Kir­chengebäude in Lohmar im Rhein-Sieg-Kreis.

 

Geschichte

Erstmals wird die Kirche in Lohmar in einer am 31. März 1131 ausgestellten Urkunde genannt. Darin bestä­tigte Papst Innozenz II. dem Propst des Bonner Cassius-Stiftes, Gerhard von Are, den Besitz von Kirche, Fronhof und Zehnt im Kirchspiel Lohmar.

Seit dieser Zeit übte das Cassius-Stift das Patronatsrecht in Lohmar aus. Als Inhaber des großen Zehnts war es ver­antwortlich für Kirchenschiff und Chor.

 


Baugeschichte und Architektur

Um 1160 bestand eine romanische Kirche, deren Chor noch erhalten ist.

Er besteht aus einem quadratischen Chorhaus und einer halbrunden Apsis. Die Außenwände des Chors sind durch profilierte Dachgesimse, Rundbogenfriese und Lisenen gegliedert. Die Außenflächen bestehen aus Grauwacke, die Glieder aus Tuff, die Eckquader aus Andesit. Im Innern trennt ein Triumphbogen Chor und Langhaus. Die Eckdienste, die das Kreuzgratgewölbe und die Schildbögen tragen, ruhen auf Basen. Die Kapitelle sind mit flachem Blattwerk verziert.

Der romanische Westturm mit kreuzgratgewölbter Halle wurde 1778 erneuert.

Das Mitte des 18. Jahrhunderts erneuerte Langhaus wur­de in den Jahren 1900 bis 1903 durch den Bau ei­ner dreischiffigen neuromanischen Säulenbasilika aus Bruchsteinmauerwerk nach Plänen des Königlichen Bau­inspektors Baurat Koshah aus Siegburg[1] ersetzt. An der rechten Chorseite ist eine quadratische Sakristei ange­baut, die ebenfalls noch aus altem Baubestand besteht. Von der ehemaligen Ausstattung ist nur ein romanischer Taufstein aus Andesit erhalten. Er entstand Mitte des 12. Jahrhunderts und hat einen umlaufenden Bogenfries un­ter einem tauförmig gewundenen Wulst.

Zwischen 1964 und 1967 fand eine umfassende Sanie­rung der gesamten Kirche statt.

Trotz der Sanierung war 40 Jahre später die Kirche ein­sturzgefährdet und musste geschlossen werden. Kirch­turm und Kirchenraum wurden in den Jahren 2006 bis 2011 von Grund auf saniert. Seitdem finden wieder Got­tesdienste und andere kirchliche Handlungen in der Kir­che statt.


Die 1968 von der Orgelbaufirma Klais aus Bonn geliefer­te Orgel musste 2006 wegen der Kirchenrenovierung ab­gebaut und eingelagert werden. Beim Wiedereinbau im Jahre 2011 wurde die Orgelempore erneuert und mehr Platz für den Kirchenchor geschaffen.


Pfarre St. Johannes

Seit dem 1. Januar 2010 besteht die Pfarre St. Johannes Enthauptung kirchenrechtlich nicht mehr. Sie wurde mit den übrigen Einzelpfarreien des ehemaligen Seelsorgebereichs Lohmar zu einer großen Pfarre „St. Johannes“ in Lohmar-Ort zusammengeschlossen.

 

Literatur

  • Heinrich Hennekeuser: Rheinische Kunststätten. Heft 234, Gemeinde Lohmar. 1. Auflage 1980. ISBN 3-88094-328-1.
  • Peter Jurgilewitsch, Wolfgang Pütz-Liebenow: Die Geschichte der Orgel in Bonn und im Rhein-Sieg-Kreis, Bouvier Verlag, Bonn 1990, ISBN 3-416­80606-9, S. 369–373. [noch nicht für diesen Artikel ausgewertet]
  • Lothar Faßbender vom HGV Lohmar, Umfassende Restaurierungsarbeiten in der Pfarrkirche Sankt Johannes zu Lohmar in den Heimatblätter Nr. 26